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Ich trage - und gebe auf mich acht

Geht es beim Tragen nur um das Baby und darum, es in einem Tragetuch oder einer Trage zu transportieren? Schließlich gibt es auch noch die Person, die den Sprössling trägt – nämlich Dich. Frauen stellen viel zu oft ihre Gesundheit und andere Bedürfnisse hintenan. Deshalb ist dieser Text, der von einer fitten Mami und Physiotherapeutin in der Urogynäkologie verfasst ist, über und für Dich als Mutter und Frau.
Betrachten wir das Tragen als etwas, bei dem beide involviert sind: Tragende/r und Kind.

Die Freude am Tragen stellt sich dann ein, wenn es für beide Seiten bequem ist und sich sicher und gut anfühlt.

Achtest Du beim Tragen und darüber hinaus auf deine Beckenboden- und andere tiefliegende Muskulatur?

Regeneration ist ein Prozess. Der Körper einer Frau braucht nach der Geburt viele Monate (laut einiger Quellen sogar bis zu einem Jahr), um zu seiner ursprünglichen Form zurückzukehren. Nach ca. sechs Wochen hat sich die Gebärmutter zurückgebildet – das bedeutet jedoch nicht, dass der gesamte Körper sich schon vollständig erholt hat. Beispielsweise beim Herausheben des Kindes aus der Trage ist die Belastung noch lange zu spüren.

Probleme, unter denen die meisten Mütter nach der Geburt leiden:

  • Rektusdiastase, sprich das Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln
  • Absenkung des Beckenbodens
  • Dammschnitt- oder Kaiserschnittnarben, einer Mobilisierung bedürfen
  • Wirbelsäulen- und Beckenschmerzen infolge falscher Haltung und Gewohnheiten

All dies sind Situationen, in denen die richtigen Übungen und körperliche Aktivität das Wohlbefinden deutlich steigern können. Natürlich kannst Du Dein Kleinkind in einer Trage tragen, doch solltest Du dabei auch auf Dich selbst achtgeben. Dabei geht es primär um die richtige Haltung: die korrekte Beckenposition, gute Bauchatmung (Zwerchfellatmung) und eine aktive Tiefenmuskulatur.

Das Abenteuer hat begonnen! Der Sprössling sitzt in der Tragehilfe und ist begeistert von der Nähe und der neuen Perspektive. Und was ist mit Dir? Wie fühlst Du Dich?

  • Hast Du Beschwerden im unteren Beckenbereich?
  • Spürst Du Druck auf dem Bauch?
  • Oder hast Du Rückenschmerzen?

Alle diese Informationen deuten auf eine geschwächte Muskulatur und eine falsche Haltung hin, zu der es sehr häufig nach der Geburt kommt. Du bittest Deine Freundinnen um Hilfe, suchst professionellen Rat oder gehst sogar zu einem Physiotherapeuten? Sehr gut!

Was hilft beim Tragen?

Betrachten wir die Babytrage als einen sehr strapazierfähigen Rucksack. Die Hauptbestandteile sind dabei ein breiter, verstellbarer Taillengurt und breite Schultergurte. Die Babytrage sollte bequem sein. Wenn Du eine Schwäche in der Beckenbodenmuskulatur oder Probleme mit dem Becken und angrenzenden Organen hast, kann der Taillengurt in diesen Bereichen drücken und Beschwerden verursachen. Wir können den Sitz des Taillengurtes in einer solchen Situation ändern und ihn so in der Höhe variieren, dass der Gurt bequem sitzt. Mit den eingestellten Schultergurten kannst Du Dein Baby so auf dem Rücken positionieren, dass es für Dich und das Baby bequem und leichter zu tragen ist.

Mit dem Sprössling auf dem Rücken sind dem Alltag keine Grenzen gesetzt!

Ein behutsamer Umgang mit der Beckenbodenmuskulatur und der Wirbelsäule sowie eine bewusste Körperhaltung und Atmung sind die Grundlage für ausreichend Kraft bei körperlicher Aktivität. Du musst demnach nicht auf Deine Leidenschaft, wie beispielsweise Bergwandern oder Reisen, verzichten, sondern kannst Deinen Nachwuchs überallhin mitnehmen. Genieße das Tragen Deines Babys inmitten wunderschöner Natur!

Ohne unsere Trage hätte ich mit meiner Tochter nicht so viele Orte bereisen können. Unsere Tula begleitete uns zu Alpengipfeln, zum Polarkreis und über die wilden Pfaden des Beskiden-Gebirgszugs. Ich bin meinem Körper sehr dankbar dafür, dass er zu so vielem fähig ist und solche Touren mitmacht. Spaziergänge mit dem Kind auf dem Rücken sind dafür wahrlich ein gutes Training! Ich denke, dass ich meine Kraft als Mutter weitgehend dem Tragen zu verdanken habe. Es lohnt sich, sich mit einem Tragesystem anzufreunden, denn sie eröffnen einem eine völlig neue Dimension in Sachen Nähe in der Eltern-Kind-Beziehung. Und vor allem sind sie komfortabel, leicht und sie lehren einen auf eine völlig neue Art und Weise, den eigenen Körper zu spüren. Es lohnt sich, achtsam mit sich selbst umzugehen – manchmal eben mit spezieller Unterstützung, um das Tragen richtig genießen zu können!

 

Wenn ihr mehr über Malgorzatas inspirierendes Leben in den Bergen erfahren möchtet, besucht sie auf ihrem Blog, ihrem Facebook- oder Instagram Account. 

Dr.med. Małgorzata Jachacz-Łopata

Physiotherapeutin in der Urogynäkologie,
Mutter der zweieinhalb Jahre alten Gai,
Berg- und Naturliebhaberin,
Autorin des Blogs „Górska Mama” (dt. „Bergmama”)